Kreiskinderhaus mit verlaufenden Wachsmalfarben
Luftballons starten im Innenhof
Vogelbild mit Spruch

Pädagogische Leitgedanken und Ziele

Für das coolste Heim

Im Kreiskinderhaus (KKiH) und seinen Tagesstätten stellen ein von Toleranz und Offenheit geprägtes Menschenbild, Wertschätzung und Empathie im Umgang miteinander die Grundpfeiler des Zusammenlebens dar.

In einem familiären, klar strukturierten Rahmen wird dem einzelnen jungen Menschen ein Lebensraum geboten, der die Entwicklung vorhandener Fähigkeiten und soziales Lernen fördert. Regeln und Normen der Gesellschaft zu internalisieren und die Entwicklung einer selbstverantwortlichen, autonomen und sozial integrierten Persönlichkeit haben oberste Priorität. Zusätzlich erhalten die Familien der betreuten jungen Menschen Beratung und Unterstützung in ihrer Erziehungsaufgabe, damit das Ziel der Rückführung des Kindes in seine Ursprungsfamilie realisiert werden kann.

Durch einen lebensweltorientierten und systemischen Blick auf die zu betreuenden jungen Menschen wird versucht, ihre Bedürfnisse ganzheitlich zu erfassen.

  • Unter der Lebenswelt versteht man all das, was einen Menschen in seiner momentanen Situation ausmacht. Es beinhaltet seine Wahrnehmung, sein Denken, Fühlen, Werten sowie Prägungen des bisherigen Lebens, seine Kommunikation, Interaktion und seinen Körper. Die Lebenswelt der jungen Menschen wird neben den Aspekten der Gegenwart auch durch die der Vergangenheit und der eigenen Biografie geprägt.
    Das Ziel dieser Herangehensweise ist es, den anderen zu verstehen und dadurch zu einem angemessenen, diesem Menschen gerecht werdenden Handeln, zu kommen.
  • Unter dem systemischen Blick versteht das interdisziplinäre Team des Kreiskinderhauses den Einbezug aller für den einzelnen jungen Menschen wichtigen Systeme, sei es Familie, Freunde, Schule, Vereine etc. Nur so ist es möglich, der Ganzheitlichkeit gerecht zu werden.

Die Beschäftigten verfügen über eine hohe fachliche Qualifikation und persönliche Eignung. Sie sind bestrebt, ihre Kompetenz ständig weiter zu entwickeln, um fallspezifisch flexible und kreative Lösungen für die ihnen anvertrauten Kinder generieren zu können.

Zudem ist es wichtig, dass die Mitarbeiter regelmäßig ihre eigene Persönlichkeit und Rolle im Team und in der Einrichtung reflektieren, um professionell beobachten und analysieren zu können. Dies gelingt nur unter Beachtung der eigenen Lebenswelt und Systeme.

 

Ziele:

  • Rückführung in die Herkunftsfamilie bzw. Verselbständigung des jungen Menschen
  • Entlastung der jungen Menschen und ihrer Herkunftsfamilien
  • Stärkung der Selbsthilfepotentiale des Kindes und seiner Bezugspersonen
  • Förderung der persönlichen, emotionalen und sozialen Kompetenzen des jungen Menschen
  • Prävention psychischer Behinderung
  • Psychoedukation und Bearbeitung erlebter seelischer Verletzungen
  • Verbesserung der Lern- und Entwicklungschancen
  • Entwicklung von Lebensperspektiven
  • Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Familie
  • Erwerb eines Schulabschlusses und Vermitteln einer beruflichen Perspektive